ART FORUM UTE BARTH
Gallery for Modern & Contemporary Art, Zurich


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Meike Entenmann        > information in English > ART CHICAGO 2008

Portrait MEIKE ENTENMANN

Vita

 

*1975 Böblingen

 

1995  Abitur, Tübingen


1996-2000 Kunststudium an der Alanus Kunsthochschule, Alfter/Bonn.

Abschluss: Diplom

 
Studienaufenthalte: Norwegen, Italien, Schweiz

 

Seit 2001 als freischaffende Künstlerin in Köln tätig

 

 

Meike Entenmann CARE CAKE Objekt, Acrylharz

 


 

Ausstellungen

 

2008               Art Chicago 2008 Booth 12-240, Art Forum Ute Barth, Zürich

2007               Kunst07 Internationale Messe für Gegenwartskunst, Zürich

                       Projektraum "Living Wallpaper" am Stand der Galerie ART FORUM UTE BARTH    > Fotos

                       5 Jahre Kunstforum Mainturm (Markus Draes, Danielle Zmmermann, Meike Entenmann
und Johannes Seel)

2006                The Very Young, Gruppenausstellung, ART FORUM UTE BARTH, Zürich

Art Award Young Award <33, ART FORUM UTE BARTH, Zürich

Cologne Fine Art, Messe Köln, Artbox Frankfurt

2005                artfair, Internationale Messe für aktuelle Kunst Köln, Artbox

Frankfurt: Projekt 18x24

Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V., Köln

KunstKöln, Internationale Messe Köln, Artbox Frankfurt: Projekt 18x24

2004                Kunstforum Mainturm, Flörsheim a.M.

Artbox, Galerie der Editionen, Frankfurt a.M.

Firma Kaelte Eckert, Stuttgart

2003                Galerie in der Druckerei Copernicus, Alfter/Bonn

Küchen-Kunst: Ausstellung in 3 Küchen, Köln

2002                 Ausstellung zum Kunstpreis 02 der KSK Ludwigsburg, Ludwigsburg

Döring Müller Concept/BonnArt Consulting, Bonn

2001                Galerie 8P, Bonn

Werkstatt Grundbrecher, Elbach (am Tegernsee)

2000                 Rheinauhafen, Köln
Galerie in der Druckerei Copernicus, Alfter/Bonn


Meike Entenmann CARE BAG Objekt, Acrylharz  Meike Entenmann CARE BAG Objekt, Acrylharz 


 

Umkleidetraum“ von Meike Entenmann

Meike Entenmann Installation UMKLEIDE(T)RAUMUmkleideräume sind ein fester Bestandteil in allen Bekleidungsgeschäften. Umkleiden sind die kleinen Nischen und Räume im hektischen Kaufgewühl, in denen wir uns für einen kurzen Moment zurückziehen und Ruhe finden und in denen wir so manche Träume verwirklichen. Sobald man die Umkleide betritt, befindet man sich in einer eigenen Welt, tritt die Außenwelt in den Hintergrund, soweit sogar, dass wir hinter einem kleinen Stückchen Stoff, inmitten fremder Menschen, intimste Preisgabe pflegen. Um dieses Vertrauen herzustellen, richten wir uns mit den mitgebrachten Utensilien die Umkleide ein. Die Tasche wird auf dem Boden platziert, der Mantel am Haken aufgehängt, der Hocker an den rechten Platz gerückt und die anzuprobierenden Kleider ordentlich zurechtgelegt. Nun kann die Verwandlung beginnen. In anderen Stoffen betrachten wir uns in immer wieder neuen Blickwinkeln so lange im Spiegel, bis wir das zu uns passende Exemplar gefunden haben. Bis wir an diesem Punkt angelangt sind, umkleiden wir uns mit den unterschiedlichsten Charakteren. Auf kleinstem Raum vollziehen sich so Verwadlungen die zum Ziel haben, unsere Identität nach Außen wahrnehmbar zu machen.

Das Werk „Umkleidetraum“ von Meike Entenmann greift den Aspekt der Verwandlung und der Identitätsfrage auf. Die beleuchteten transparenten Papierwände laden den Betrachtenden dazu ein, in den Raum einzutreten. Mit warmen Farben und der Leichtigkeit des Papiers wird eine Wohnlichkeit erzeugt, die zum Verweilen einlädt. In Anlehnung an eine klassische Umkleidekabine sind Hocker, ein bestückter Kleiderbügel und ein Spiegel, der sich hinter einer Halbkugel mit Kuckloch verbirgt, vorzufinden. Diese Gegenstände sind mit rotfarbigen Woll-Pompons bekleidet. Die Pompons vermitteln nicht nur Wohlgefühl, ihre Herstellung, so wie sie auf dem bestückten Kleiderhaken dargestellt wird, gibt gleichzeitig auch den Prozess einer Verwandlung wieder. Dabei wird nicht nur an eine äußerliche Verwandlung gedacht, mit der Überschrift „Façon de vivre“ drückt Meike Entenmann aus, dass es hierbei auch um eine auf das Leben übertragbare Verwandlung geht. Diese vollzieht sich in mehreren Schritten. Ein roter Faden, man könnte ihn durch seine Farbe auch als „Lebensfaden“ verstehen, soll aufgegriffen werden, um sich ganz mit ihm einzukleiden. Hat eine komplette Einkleidung stattgefunden, beginnt der wesentliche Teil der Verwandlung. Es gilt die festumwickelten Ränder aufzuschneiden, die verfestigten Gewohnheiten aufzubrechen. Durch das „umsichtige Wenden“ – wie es Meike Entenmann bezeichnet – werden die Fäden von allen Seiten sichtbar, wird die gesamte Identität deutlicher. Über diesen Prozess kann der fertiggestellte Pompon in voller Pracht aufblühen. Der abschließende Blick in den Spiegel birgt einen optischen Überraschungsmoment: Es wird lediglich das Auge des Betrachters widergespiegelt, welches sich unvermittelt von einer Vielzahl weiterer aufgeblühter Pompons umkleidet sieht. Die Blüte hat sich mit der Verwandlung potenziert.

 Dr. M. Böttcher, TransferKonzept


Neue Publikation

Statements, 12 Artists
Edition Art Forum Ute Barth, erscheint 2008/9


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